
Rot-Weiss Ffm. II – SV Viktoria Preußen 07 6:2 (4:1) Die SG Rot-Weiss II mischt im Aufstiegsrennen der Kreisoberliga Frankfurt dank einer furiosen Leistung im Montagsspiel gegen den SV Viktoria Preußen ganz dick mit.
Die Mannschaft von RW-Trainer Hicham Tahrioui rang die Gäste von der Hügelstraße mit 6:2 (4:1) nieder und zog nach Punkten mit Tabellenführer SV BKC Bosnien gleich. Die Tordifferenz spricht derzeit für die „jungen Roten“, da aber nach dem Saisonende der direkte Vergleich bei Punktgleichheit als Kriterium herangezogen wird, liegen die Bosnier da im Vorteil. Mit einer imposanten Vorstellung und dem 18. Saisonsieg unterstrich die U23 vom Brentanobad ihre Aufstiegsambitionen in die Gruppenliga Frankfurt West. Die Gäste dagegen sind nach der zwölften Niederlage in dieser Spielzeit nun endgültig aus dem Rennen und müssen ein weiteres Jahr in der Kreisoberliga verbringen.
Die in blau spielenden “Roten“ überrumpelten die in “Neongelb“ angetretenen Preußen vor 100 Zuschauern schon nach fünf Minuten. Patrick Gürsers Distanzschuss aus über 30 Metern überraschte Gästetorhüter Karim Zine und landete zum Entsetzen der Viktoria im linken oberen Toreck. Es hieß früh 1:0 für den Aufstiegsfavoriten und hier rächte es sich, dass den Preußen seit der Winterpause praktisch kein etatmäßiger Torhüter mehr zur Verfügung steht, denn Keeper Zine ist ein gelernter Feldspieler. Der Stammtorhüter der Preußen Radoslav Rusev hatte ja in der Winterpause den Klub von der Hügelstraße Richtung Brentanobad verlassen und stand somit auf der anderen Seite beim Gegner im Tor. Einen adäquaten Ersatz gab es nicht, sodass sich die Mannschaft von Trainer Nawid Saighani seit Monaten mit dieser Notlösung durch die Spiele schleppt. Sechs Minuten später zeigte Zine im Tor der Gäste dann aber eine Reaktion, als er den nächsten Gürser-Fernschuss entschärfte. Die Gäste verteidigten auch weiterhin schlecht und kamen nur schwer in die Zweikämpfe. Vuk Toskovic mit einem Kopfball über das Tor verpasste es für die Gastgeber zu erhöhen. Im Mittelfeld hatten die Platzherren alles im Griff, die Gäste blieben offensiv lange harmlos. Erst nach 16 Minuten kamen die Preußen durch Mario Gerold überhaupt zu einem Torabschluss. Auf der anderen Seite schickte Hasan Demir seinen Kollegen Vuk Toskovic steil, der Zine im kurzen Eck zum 2:0 überwand (21.). Acht Minuten später wurde Toskovic erneut auf die Reise geschickt, umspielte den Tormann und es hieß nach einer knappen halben Stunde schon 3:0 für Rot-Weiss II (29.). Anschließend rappelten sich die wankenden Preußen etwas auf und kamen durch Torjäger oskar Copik mit einem Drehschuss zum 3:1 (34.). Doch vier Minuten später traf der treffsichere Patrick Gürser erneut mit einem Distanzschuss in das rechte Eck und stellte mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her (38.). Mit dieser mehr als deutlichen Führung ging die Mannschaft von Hicham Tahrioui auch in die Halbzeitpause.
Preußen vergeben zu viele Möglichkeiten
Nach Wiederanpfiff hatten die Gäste mehr vom Spiel und vergaben zahlreiche Möglichkeiten zum Anschluss. Die Gastgeber kamen in dieser Phase überhaupt nicht zum Zug und waren ständig in der eigenen Hälfte gebunden. Gerold zog knapp am Tor vorbei, aber die beste Möglichkeit vergab Oskar Copik absolut kläglich. Alleine lief der Angreifer auf RW-Torhüter Rusev zu und konnte sich die Ecke aussuchen, schoss aber völlig frei am Tor vorbei. Erst 20 Minuten vor dem Ende war Rot-Weiss wieder am Drücker. Toskovic schloss einen Alleingang mit einem Schuss über das Tor ab. Die Preußen bekamen die Angriffsmaschinerie der „Roten“ nicht in den Griff und kassierten nach Vorlage von Yun durch einen Schuss aus der zweiten Reihe von Hüseyin Can sogar das 5:1 (76.). Im direkten Gegenzug flankte Copik von der rechten Seite auf El Mimouni, der auf 5:2 verkürzte (77.). Den Schlusspunkt unter den verdienten Sieg der Gastgeber, der unter dem Strich etwas zu hoch ausfiel, setzte David Rodriguez mit einem Flachschuss aus 20 Metern zum 6:2-Endstand (90.). Zu erwähnen noch die Einwechslung des in der Winterpause vom Tabellenletzten SG Sporting Eckenheim gekommenen Brasilianers Paulo da Silva Lemos „Junior“, der auf Seiten von Rot-Weiss in der 81. Minute in das Spiel kam und erstmals nach seiner langen Verletzung wieder spielen konnte.
Stimmen zum Spiel:
RW U23-Trainer Hicham Tahrioui: “Das Ergebnis spiegelt nicht das gesamte Spiel wieder. Wir hatten Höhen und Tiefen im Spiel. Wir haben nach der 3:0-Führung die Ordnung vernachlässigt und den Gegner in das Spiel eingeladen. Das Tor zum 4:1 war ganz wichtig. Nach der Halbzeit wollten wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Gegner auskontern. Das ist uns gut gelungen und wir hatten das Spiel dann wieder im Griff“.
Preußen-Trainer Nawid Saighani: “Die klare Niederlage ist zu hoch ausgefallen. Wir haben die Tore dem Gegner serviert und die Hochkaräter nicht konsequent genutzt. Nach der Halbzeit waren wir besser, aggressiver und konsequenter. Da wir es nicht verstanden unsere Chancen zu nutzen, kommt so ein Ergebnis zustande“.
Die Partie im Stenogramm:
SG Rot-Weiss Frankfurt II: Rusev; Sercan Demir, Hasan Demir, Muftawu, Petkanas (83. Asadian Ghahferokhi), Can (81. da Silva Lemos), Toskovic (73. Fay), Regner, Gürser, Yun, Rodriguez – Trainer: Hicham Tahrioui
SV Viktoria Preußen: Zine; Mamay, Nicosia, John, Gerold, Weidenhausen (69. Topel), Copik (88. Shahewer), Lopez (83. Fazel), Shahewer (46. Guhlke), Shabaz, Fazel (46. El Mimouni) – Trainer: Nawid Saighani
Tore: 1:0 Patrick Gürser (5.), 2:0 und 3:0 Vuk Toskovic (21./29.), 3:1 Oskar Copik (34.), 4:1 Patrick Gürser (38.), 5:1 Hüseyin Can (76.), 5:2 El Hanafi El Mimouni (77.), 6:2 David Rodriguez (90.)
Quelle: “main-treffer“ (ace)
Foto: Mithat Gürser










