
Der Frankfurter Kreisoberligist SV Viktoria Preußen hat sich mit Trainer Ramzi Kallel auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit für die kommende Saison verständigt. Der Coach sieht in seinem jungen Team Potenzial für die Zukunft.
Der Verein von der Hügelstraße hatte den Trainer erst vor der laufenden Saison vom FV Bad Vilbel verpflichtet, wo der Übungsleiter für die A-Junioren in der Verbandsliga Süd verantwortlich war. Zwar zieht Kallel nach 25 von 32 absolvierten Spielen mit der Zwischenbilanz von Rang zwölf eine eher durchwachsene Bilanz beim ehemaligen Gruppenligisten, zeigt sich aber im Hinblick auf die bevorstehende Zukunft optimistisch: “Nach dem Riesenumbruch im Sommer mit vorwiegend 17 jungen neuen Spielern sind unsere Erwartungen insgesamt nicht in Erfüllung gegangen. Vor allem die Erfahrung hat in der Hinrunde gefehlt. Mit den zur Winterpause verpflichteten drei erfahrenen Spielern sind wir aber insgesamt besser aufgestellt und die Mischung ist nun deutlich besser“
Die Vorbereitung im Sommer sei sehr gut angelaufen, erinnert sich der Coach. Dann aber bekam Kallel ein im Amateur-Fußball weit verbreitetes Problem zu spüren. „Plötzlich sind zahlreiche Spieler nach Saisonbeginn in Urlaub gefahren und wir konnten nur eine Rumpftruppe aufstellen“, berichtet Kallel. So gerieten die Preußen im dritten Jahr nach dem Gruppenliga-Abstieg 2014 in die untere Tabellenhälfte und zeitweise auch in Abstiegsgefahr. ’Wir hatten zu viele unerfahrene Leute und in der Offensive zu wenig Durchschlagskraft“, erzählt Kallel. Der Verein reagierte im Winter und der Fußball-Abteilungsleiter Thomas Mahlau erfüllte Kallel seinen Wunsch nach mehr Routine im Team.
Durchschnittsalter der Mannschaft recht jung
Mit Renato Levy (Ex-Profi bei der Eintracht und beim FSV), Carsten Vermeer und Hassan Taadou (zuletzt Spvgg. 05 Oberrad) bekam das Team neben mehr Routine auch mehr Qualität hinzu. Der darüber hinaus noch geholte Stürmer Hicham Njel konnte bislang nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen und hat noch keine Minute für den Verein absolvieren können. “Die drei Verstärkungen haben sofort eingeschlagen“, ist Kallel sehr zufrieden mit den Neuzugängen. Auch mit den beiden Routiniers ist das Durchschnittsalter der Mannschaft noch relativ jung. “Wir sind noch in der Aufbauphase und werden zur neuen Saison weitere Spieler aus der A-Jugend einbauen“, erklärt Kallel, der vor einigen Jahren in der Regionalliga West beim heutigen Drittligisten Sportfreunde Lotte unter Trainer Maik Walpurgis (jetzt beim Bundesligisten FC Ingolstadt) als Konditionstrainer tätig war.
“Ich fühle mich hier sehr wohl und habe selbst zwei Jahre hier gespielt. Das Umfeld ist mir bestens vertraut. Von daher sind die Preußen eine Herzensangelegenheit für mich“, erklärt der Coach zu den Gründen für seine Verlängerung des Engagements an der Hügelstraße. Der Sportwissenschaftler mit der A-Lizenz gibt jetzt schon mittelfristige Ziele für die kommende Runde aus: “Wir wollen uns punktuell verstärken und dann möglichst oben mitspielen“.
von: Pedro Acebes


