Kein Spiel für schwache Nerven am Rosegger! Die Concordia legte einen Blitzstart hin und führte nach den Toren von Pablo Pereira und Ricardo Harrabi nach 13 Minuten schon mit 2:0.
“Wir haben die Preußen an die Wand gespielt. Leider hat der Schiedsrichter uns mit seiner einseitigen Pfeiferei aus dem Konzept gebracht“, war Concordia-Trainer Roland Stipp nicht gut auf den aus Gießen angereisten Referee Alexander Müller zu sprechen. Denn dieser stellte im Laufe der Begegnung nicht nur zwei Spieler der Hausherren mit Gelb-Roten Karten vom Feld, sondern zog sich auch sonst noch den Unmut der Eschersheimer Verantwortlichen mit diversen strittigen Entscheidungen zu. Zunächst war es Simon Kramer, der nach einem Disput mit dem “Preußen“ Oskar Copik die Ampelkarte sah. Sein Gegenspieler durfte dagegen auf dem Spielfeld bleiben. Trotz der frühzeitigen Unterzahl legten die Concorden noch vor der Halbzeit mit dem kurz davor für Co-Trainer Aaz-Dine Zarioh eingewechselten Willie Laubenheimer das 3:0 nach. “Wir haben uns ganz dumm angestellt und haben in der Defensive schläfrig begonnen. Dann haben wir es trotz der Überzahl mit Weitschüssen probiert, das war dilettantisch“, ärgerte sich Thomas Mahlau, der Fußball-Abteilungsleiter der Gäste. Denn die Gastgeber verteidigten weiterhin energisch und aufopferungsvoll und wollten den Vorsprung auch in Unterzahl über die Ziellinie bringen.
Kurz nach der Halbzeit war Pablo Pereira durch und wurde auf seinem Weg zum Tor vom Schiedsrichter zurückgepfiffen. “Das war kein Abseits. Ein utopischer Pfiff“, sah Stipp hier schon das Unheil auf die Eschersheimer zukommen. Denn den „Preußen“ gelang dann nach etwas mehr als einer Stunde mit einem Distanzschuss von Darius Johnson das 3:1. Vorher monierten die Eschersheimer, dass der Ball deutlich im Aus gewesen sein soll. Im Zuge dieser Proteste musste sich auch Jurij Dutchak mit der Ampelkarte vom Spielfeld entfernen. Es hieß nun also für die letzten regulären 27 Minuten neun Eschersheimer gegen elf “Preußen“. “Wir haben auch mit neun Mann super verteidigt“, berichtete Stipp. Dagegen wähnte sich Mahlau bei einem “Handballspiel. Wir haben hier nicht mehr mit dem Ausgleich gerechnet. Wir hatten Riesenglück, dass wir noch einen Punkt geholt haben“. Denn die tapferen neun Eschersheimer verteidigten das 3:1 bis in die 89. Minute hinein. Dann gelang nämlich Oskar Copik mit einem Weitschuss aus 25 Metern das 3:2. Nun zeigte der Schiedsrichter aber fünf Minuten Nachspielzeit an, aus der am Ende sechs wurden. Und dann gelang den konfusen Gästen am Ende doch noch der schmeichelhafte Ausgleich. Daniel Rother köpfte einen langen Ball zum vielumjubelten 3:3-Endstand ein. “Rother steht einen Meter im Abseits. Ein irregulärer Treffer. Die lange Nachspielzeit erschließt sich mir nicht. Die Mannschaft hatte das nicht verdient“, ärgerte sich Stipp über den Referee.
Tore: 1:0 Pablo Pereira (8.), 2:0 Ricardo Harrabi (13.), 3:0 Willie Laubenheimer (41.), 3:1 Darius Johnson (63.), 3:2 Oskar Copik (89.), 3:3 Daniel Rother (90./+6).
Gelb-Rote Karten: Simon Kramer (Eschersheim/34.), Jurij Dutchak (Eschersheim/63.).
von: Pedro Acebes
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