
Hassan Taadou kehrt nach fast genau einem Jahr zum Frankfurter Kreisoberligisten SV Viktoria Preußen 07 zurück.
Der Stürmer spielte zuletzt beim Verbandsligisten Spvgg. 05 Oberrad, wo er unter dem neuen Trainer Baldo Di Gregorio kaum noch berücksichtigt wurde. Angesichts seines wenig ruhmreichen Abgangs im Januar 2016, überrascht die Rückkholaktion an die Hügelstraße dann doch ein wenig.
Im Januar 2016 war es zwischen Taadou und dem damaligen Preußen-Trainer Nawid Saighani im Rahmen eines Testspiels nach einer Auswechslung zu Meinungsverschiedenheiten gekommen, woraufhin der Spieler Richtung Gruppenliga Frankfurt West zum FC Neu-Anspach weiter zog. Im Hintertaunus fühlte sich Taadou nicht wohl und kam selten zum Einsatz. So entschied sich Taadou dazu, am 20. Juni an einem Probetraining der Spvgg. 05 Oberrad teilzunehmen. Der Hessenliga-Absteiger suchte damals dringend nach Spielern, weil der Klub nach dem Absturz in die Verbandsliga Süd kaum noch Personal hatte. Taadou hinterließ in diesem „Casting“ einen guten Eindruck und wurde verpflichtet.
Mahlau gibt Taadou eine zweite Chance
Unter dem neuen Trainer Sven Zeidler spielte Taadou in den Vorbereitungsspielen im Sturm und entwickelte sich mit einigen Toren zum Hoffnungsträger. Auch im Hessenpokal-Spiel beim SV Wiesbaden kam Taadou zum Einsatz. Im ersten Spiel gegen die TS Ober-Roden spielte Taadou 90 Minuten durch. Dann aber wurden seine Einsatzminuten immer geringer, bis Taadou unter Zeidlers Nachfolger Baldo Di Gregorio kaum noch berücksichtigt wurde. Insgesamt kam der Fußballer zu zehn Einsätzen bis Ende September, wurde dann in fünf Partien in Folge nicht mehr berücksichtigt, um dann im letzten Spiel vor der Winterpause bei der TS Ober-Roden in der 83. Minute für Hakim Azagouagh eingewechselt zu werden.

Möglicherweise eine verhängnisvolle Einwechslung, denn sollten sich beide Klubs über die Wechselmodalitäten nicht einig werden, wäre Taadou bis 27. Mai gesperrt. Ohne die Einwechslung wäre der Angreifer schon am 28. März für Pflichtspiele frei gewesen. “Momentan ist Hassan nur für Freundschaftsspiele spielberechtigt. Wir hoffen aber, uns bis zum Punktspielstart mit Oberrad einigen zu können“, sagt der Abteilungsleiter der Preußen Thomas Mahlau. Warum der Spieler vom Verein zurückgeholt wurde, erklärt Mahlau so: “Er ist freiwillig zu uns ins Training gekommen, da er in Oberrad nicht mehr berücksichtigt wurde. Wir haben ein Gespräch mit ihm geführt und die damalige Sache ist abgehakt, weil sich der Spieler auch für sein Verhalten entschuldigt hat “
“Wir stecken im Abstiegskampf und brauchen Spieler mit Qualität. Wenn ich so einen Mann bekommen kann, dann springe ich gern über meinen Schatten. Wenn er das so umsetzen kann, dann ist Hassan unser Mann. Ich gebe jedem eine zweite Chance“, erklärt Mahlau. Der neue Trainer Ramzi Kallel sei mit der Rückholaktion auch einverstanden gewesen, von daher sehe der Spieler unter dem neuen Coach eine neue Perspektive für sich. Sein Können zeigte Taadou bereits im Testspiel am Sonntag gegen den Friedberger Kreisoberligisten VfB Petterweil, als Taadou beim 7:1-Sieg drei Treffer beisteuern konnte.
Shahewer nach Bad Homburg
Neben Taadou kommt mit Carsten Vermeer noch ein erfahrener Defensivspieler vom Wiesbadener Kreisoberligisten SV Frauenstein an die Hügelstraße. “Er soll die jungen Spieler führen. Wir brauchen mehr Spieler, die über 20 sind“, verweist der Abteilungsleiter auf den jungen Altersdurchschnitt im Team. Neu sind auch Dawit Haile und Dominik Kitanoski, die zuletzt beim Ligakonkurrenten TuS Makkabi kickten. Dazu kommt noch Antonio Cacciato von der TSG 51 nach nur einem halben Jahr an der Niedwiesenstraße zurück. Verlassen hat Viktoria Preußen dagegen Ali Shahewer. Der Defensivspieler hat sich der Spvgg. 05/Bomber 99 Bad Homburg aus der Kreisoberliga Hochtaunus angeschlossen.
von: Pedro Acebes


