
In einer völlig einseitigen Begegnung gegen einen Gegner ohne jegliches Kreisoberliga-Format landeten die Preußen einen zweistelligen Sieg.
Mit 49 Punkten steht die Mannschaft von Trainer Nawid Saighani nun auf Rang sieben, der Zug in Richtung der beiden aufstiegsrelevanten Plätze scheint indes bei derzeit neun Punkten Rückstand bereits abgefahren zu sein, auch wenn am Dienstag das Wiederholungsspiel gegen den SV Griesheim Tarik auf dem Programm steht. Für den bereits als zweiten Absteiger feststehenden FC Corumspor war dieses Debakel die höchste Saisonniederlage, die zweite zweistellige Niederlage binnen zwei Wochen. 24 von 30 Partien gingen verloren, die Konsequenz daraus ist der Abstieg in die Kreisliga A Nordwest.
Trainer Mike Döllinger weilte in Prag, somit stand Sezer Uysal bei den Türken an der Seitenlinie, der ehemalige Trainer und jetzige Vorstandsvorsitzende des Klubs. Auch er konnte mit nur elf zur Verfügung stehenden Akteuren keine Wunder vollbringen. Sein Team war hoffnungslos unterlegen, ertrug aber die Flut an Gegentoren mit Fairness und ohne Palaver. Somit hatten die Preußen von Beginn an auf dem Kunstrasenplatz an der Hügelstraße leichtes Spiel. Herausragend dabei die Leistung von Stürmer Oskar Copik, der neun der 16 Treffer im Alleingang beisteuerte, zudem markierte er im zweiten Abschnitt gleich zweimal einen Hattrick. Den Torreigen eröffnete ein Eigentor des Türken Mehmet Uysal zum 1:0. Ali Shahewer erhöhte kurz darauf auf 2:0, bevor Copik erstmals per Foulelfmeter traf und das Resultat früh auf 3:0 hochschraubte. Shahewer mit seinem zweiten Tor zum 4:0, Fajes Fazel zum 5:0 und Copik zum 6:0-Halbzeitstand hatten schon nach 45 Minuten ein halbes Dutzend Tore vorgelegt.
Nach der Pause brachen bei den Gästen erneut alle Dämme und Copik traf noch insgesamt sieben Mal. Nach seinem 7:0 legte Fabian Weidenhausen das 8:0 nach und El Hanafi El Mimouni zeichnete für das 9:0 verantwortlich. Danach ging es in den zweistelligen Bereich, denn Copik gelang innerhalb von nur zwölf Minuten mit dem 10:0, 11:0 und 12:0 der erste lupenreine Hattrick. Daniel John kam dem Stürmer mit dem 13:0 in die Quere, bevor Copik kurzerhand einen neuen Hattrick erzielte. Diesmal brauchte der umworbene Offensivmann sogar nur acht Minuten, um mit dem 14:0, 15:0 und 16:0 den Endstand gegen völlig überforderte Fußballer vom FC Corumspor zu markieren.
Stimmen zum Spiel:
Preußen-Trainer Nawid Saighani: “Der Gegner hat sich trotz des Spielverlaufs stets fair verhalten und sich im Rahmen seiner Möglichkeiten gewehrt. Der Sieg hätte sogar um einige Tore höher ausfallen können, da wir insbesondere in der ersten Halbzeit zu viele Chancen vergeben haben. Es war ein Spiel auf ein Tor und der Gegner war kein Maßstab. Copik war an vorderster Front, da ist es logisch, dass er häufiger trifft ala die anderen. Wir rechnen uns nach oben nichts mehr aus und spekulieren nicht mehr. Wir wollen die Saison sauber zu Ende spielen“.
Corumspors Vorstandsvorsitzender Sezer Uysal: “Wir haben die Saison abgehakt und wollen die Saison ordentlich zu Ende spielen und antreten, auch wenn wir jede Woche hoch verlieren. Wir wollen keinen Rückzieher machen und uns ordentlich aus der KOL verabschieden. Die Qualität reichte nicht für diese Klasse aus, von daher wollen wir in der Kreisliga A eine gute Figur abgeben und uns da neu aufstellen“.
Tore: 1:0 Mehmet Uysal (9./Eigentor), 2:0 Ali Shahewer (13.), 3:0 Oskar Copik (15.), 4:0 Ali Shahewer (23.), 5:0 Fajes Fazel (41.), 6:0 und 7:0 Oskar Copik (44./50.), 8:0 Fabian Weidenhausen (51.), 9:0 El Hanafi El Mimouni (61.), 10:0, 11:0 und 12:0 Oskar Copik (62./72./74.), 13:0 Daniel John (75.), 14:0, 15:0 und 16:0 Oskar Copik (78./80./86.)
Quelle: “main-treffer“ (ace)
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