
Dank eines 4:0-Sieges gegen den SV Viktoria Preußen hat sich der FC Tempo in der Kreisoberliga Frankfurt etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.
Es war das Ende einer turbulenten Woche beim serbischen Fußballclub. Denn nach dem fürchterlichen 1:10-Debakel vor Wochenfrist beim SC Weiss-Blau zog das bisherige Trainergespann Njegos Kojic und Nenad Malbasa unter der Woche die Konsequenzen und trat von ihren Ämtern zurück.
Die Gastgeber gingen schon in der ersten Spielminute ausgerechnet durch Ex-Coach Malbasa per Kopfball mit 1:0 in Führung. Nach 17 Minuten vergab Malbasa aber einen Foulelfmeter, der an Borislav Pilipovic verursacht worden war. Preußen-Keeper Rachid Döring konnte parieren und im zweiten Nachsetzen erhöhte Pilipovic per Kopf auf 2:0 für den Balkan-Klub. Für die Preußen, die den Schwung aus dem Pokalcoup gegen Gruppenligist Griesheim 02 offenbar nicht mitnehmen konnten ging es nur darum, sich ohne weiteren Rückschlag in die Pause zu retten. Das gelang den Gästen aber nicht, denn Marijan Babic erhöhte nach 39 Minuten auf 3:0 für Tempo.

Zoran Marcetic: “Erleichterung für uns alle“.
Das Geschehen im zweiten Durchgang war überschaubar. Pilipovic gelang mit seinem zweiten Treffer noch der 4:0-Endstand für die Serben, die den ersten Heimsieg und die ersten Punkte überhaupt auf heimischem Platz in dieser Saison holten. “Das war eine Erleichterung für uns alle“, gab Marcetic zu Protokoll, der ausführte: “Der Kontakt zwischen mir und den Spielern ist gut. Deswegen übernehme ich bis zur Winterpause. Wir wollten keinen Schnellschuss in Sachen Trainerfrage abfeuern“. Gemeinsam mit Co-Trainer Marko Jaksic will Marcetic das Tempo-Schiff in einen sicheren Hafen führen. “Es gab Anfragen von Profis serbischer Herkunft wie dem deutschen Ex-Nationalspieler Marko Marin, die sich nach dem Zustand des Vereins erkundigten“, erklärte der Tempo-Funktionär die Folgen des Imageschadens nach der 1:10-Kollision bei Weiss-Blau. Zumindest die Gäste konnte der FC Tempo in der Tabelle überholen und sich auf Rang 13 verbessern.
Thomas Mahlau: “Wir waren grottenschlecht“.
Bei den Gästen war der Fußball-Abteilungsleiter Thomas Mahlau konsterniert: “Das war eine Katastrophe. Nach dem 2:0 haben wir uns ergeben. Wir waren grottenschlecht und hatten sieben oder acht Totalausfälle. Das müssen wir analysieren, denn es hat nichts funktioniert-
Stenogramm:
Tore: 1:0 Nenad Malbasa (1.), 2:0 Borislav Pilipovic (18.), 3:0 Marijan Babic (39.), 4:0 Borislav Pilipovic (73.)
Besonderes Vorkommnis: Preußen-Torhüter Rachid Döring pariert Foulelfmeter von Tempos Nenad Malbasa (17.)
Quelle: Torgranate (Pedro Acebes)
Foto: Michael Bauer
“Preußen II“ 8:2 und doch umkämpft

Für die Viktoria trafen Copik (15./31.), Jimenez (45./53.), Angenendt (69.), Ahmadi (76./82.) und Mamay (78.). Oliver Tuma, der Trainer der „Preußen“, berichtete von einem „hart umkämpften Spiel“, bei dem Sandzaks Zijad Sejdovic (55.) und Adnan Sejdovic (68.) „Gelb-Rot“ sahen.
Quelle: FNP (sus)
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