
Es war eher ein torarmer Spieltag am letzten Spieltag vor Weihnachten in der Kreisoberliga Frankfurt.
Am Tabellenende gelang Schlusslicht VfR Bockenheim mit dem 0:0 bei Viktoria Preußen der nächste Achtungserfolg. Im Gegensatz zur Vorwoche zeigten sich die Akteure von ihrer fairen Seite. Es gab keinen Platzverweis zu vermelden.
Der SV Viktoria Preußen kam im Heimspiel gegen den Tabellenletzten VfR Bockenheim vor eigenem Publikum nicht über ein 0:0 hinaus. Vor allem die Preußen riefen in einer schwachen Partie vor einer Minuskulisse nur bedingt ihr wahres Leistungsvermögen ab und konnten sich am Ende bei der mangelhaften Chancenverwertung der Bockenheimer bedanken, dass es letztlich zu einem Punkt reichte. Das Schlusslicht blieb im zweiten Spiel in Folge ohne Gegentor und fügte seinen zwei Punkten in zwei Partien vier weitere Zähler hinzu. Vor allem den dezimierten Preußen war anzumerken, dass sie nicht absolut konzentriert zu Werke gingen. Die Hausherren leisteten sich zahlreiche Unsauberkeiten im Passspiel und konnte daher offensiv lange Zeit überhaupt keine Akzente setzen. Besser stellten sich da schon die Bockenheimer an, die mehr investierten und zielstrebiger nach vorne agierten. Im Großen und Ganzen kam die Begegnung eher bescheiden daher – das spielerische Niveau war dürftig und Höhepunkte rar. Ein Kopfball von Christoph Hermann, ein Volleyschuss von Darko Kofi Wilson auf Seiten der Hausherren und ein Kopfball von Robin Felling auf VfR-Seite, das war alles, was der erste Abschnitt zu bieten hatte. Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts: Bockenheim machte weiterhin den besseren Eindruck, hatte nun deutlich mehr Ballbesitz, agierte aber nicht zwingend.
Die Preußen beschränkten sich auf die Defensive und gelegentliche Konter. Abschlüsse hatten allerdings absoluten Seltenheitswert, da es der Partie an Tempo, Spielwitz und Ideen fehlte. Dennoch schienen sich die Mannschaften in der Schlussphase nicht auf ein Remis geeinigt zu haben. Beide Teams gaben Anzeichen zur Erkennung, das Spiel noch gewinnen zu wollen. Preußens Oskar Copik scheiterte an VfR-Torhüter Alexander Fiene und in der 89. Minute hatte Sina Shakouri gar den Siegtreffer für das Schlusslicht auf dem Fuß, scheiterte aber an Rachid Döring im Tor von Viktoria Preußen. So blieb es wie im Hinspiel bei dieser traurigen und tristen Nullnummer, mit der die Gäste deutlich besser leben konnten. Thomas Mahlau, der Abteilungsleiter der Platzherren beklagte “fünf Verletzte aus dem Westend-Spiel. Es gab wenige Torraumszenen und der VfR hat sich den Punkt erkämpft. Wir haben die Lücke im Abwehrverbund nicht gefunden“. Bockenheims Trainer Taner Yalcin freute sich: “Ich bin froh über das Ergebnis in einem fairen Spiel. Mit Fiene im Tor standen wir wesentlich stabiler. Wir gehen jetzt mit einer guten Moral in die Winterpause und orientieren uns in der Pause neu. Ich bin stolz, dass wir nie aufgesteckt haben. Die Gründe für diese vier Punkte in zwei Spielen sind multikausal. Ich bin sehr optimistisch, dass wir die Runde ordentlich zu Ende spielen werden“.
Quelle: Torgranate (Pedro Acebes)
Fotos: Stefanie Gerzabeck
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