
In der Kreisoberliga Frankfurt ist das Rennen um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Gruppenliga Frankfurt West zwar noch offen, gleichwohl hat Tabellenführer FFV Sportfreunde 04 die beste Ausgangsposition.
Auch in den Kampf um den zweiten Platz, der ja zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt, sind noch mindestens vier Teams involviert. Spannung verspricht auch der Kampf um den Klassenerhalt, wo derzeit von zwei Direktabsteigern ausgegangen werden muss.
Meisterschaft und Aufstieg: Fünf Teams mit realistischen Chancen
Mit 48 Punkten führt der FFV Sportfreunde das Klassement an und musste nur eine Niederlage einstecken. Mit fünf Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Concordia Eschersheim geht die Mannschaft von Trainer Mehmet Tunay Somun in die Winterpause. Was das Rennen um den Aufstiegsrundenplatz angeht, sind neben den Concorden noch drei weitere Vereine gute Chancen einzuräumen sind. Zu diesem Kandidatenkreis gehören der FV 1920 Hausen, TuS Makkabi mit einem weniger absolvierten Spiel und Aufsteiger SG Westend.
Abstiegskampf: Für Bockenheim und Heddernheim sieht es düster aus
Laut der derzeitigen Lage in der Gruppenliga Frankfurt West würde der FC Germania Enkheim zu den Absteigern gehören. Damit würden die Enkheimer der Frankfurter KOL zugerechnet, was bedeuten würde, dass nach aktuellem Stand es zwei Direktabsteiger aus der Kreisoberliga geben würde und einen Teilnehmer an der Relegation. Würde neben den Enkheimern noch ein zweiter Frankfurter Klub in den sauren Apfel beißen müssen, dann würde sich die Absteigerzahl auf drei erhöhen. Die maximale Zahl der Absteiger beträgt jedoch fünf.
Nicht nur aufgrund dieser ungewissen Konstellation müssen zahlreiche Vereine noch um den Verbleib in der Kreisoberliga zittern. Ab Platz acht mit dem SC Weiss-Blau haben die Mannschaften ihren Blick nach unten gerichtet. Richtig eng wird es für den Tabellenletzten VfR Bockenheim, der nur ein Spiel gewann und mit sechs Punkten Schlusslicht ist. Der Vorletzte SV 07 Heddernheim gewann zwei Spiele und holte zwölf Punkte, muss aber wie in den Vorjahren eine gute Rückrunde spielen, um erneut die Klasse zu halten. Die TSG 51, der BSC SW 19, der SV Viktoria Preußen, der 1. FC 02 Rödelheim und der FC Tempo müssen ebenfalls noch zittern. Den Blick nach unten nicht verlieren dürfen die scheinbar gesicherten Mittelfeldmannschaften wie Weiss-Blau, Fechenheim und Kalbach II.
Zahlen und Fakten: Okan Ilkiz bester Torjäger
Die beste Offensive der Liga stellt Spitzenreiter Sportfreunde mit 59 Toren und stellt zugleich auch mit nur 19 Gegentreffern die beste Abwehrreihe der Liga. Drei Teams (Sportfreunde, Concordia Eschersheim und Makkabi) stellen mit 25 Punkten die besten Heimteams, die schwächste Heimelf war der SV 07 Heddernheim mit nur drei Punkten (ohne Heimsieg). Auf fremden Plätzen war Spitzenreiter Sportfreunde mit 23 Punkten am erfolgreichsten, nur einen einzigen Zähler holte Schlusslicht VfR Bockenheim in der Fremde. An der Spitze der Torjägerliste thront Okan Ilkiz von den Sportfreunden, gefolgt von Makkabis Bransislav Glamocanin (17) und Lukas Höll vom FC Kalbach II (13).
Die meisten Gegentreffer musste Schlusslicht Bockenheim mit 65 schlucken. und markierte mit nur 22 Treffern auch die wenigsten Tore. Den höchsten Sieg landete der SC Weiss-Blau mit dem 10:1 über den FC Tempo. In zwei Partien fielen mit zwölf Treffern die meisten Tore. Der SV Viktoria Preußen besiegte den FC Kalbach II mit 9:3 und die Spvgg. 03 Fechenheim bezwang die TSG 51 mit 8:4. Insgesamt fielen 677 Treffer, was einen Schnitt von 4,2 Toren pro Partie ausmacht.
Fairnesstabelle: Concordia Eschersheim kam ohne Platzverweis aus
Der Tabellenzweite Concordia Eschersheim spielte nicht nur ansehnlichen Fußball, sondern agierte auch am fairsten. Die Mannschaft von Trainer Roland Stipp bekam mit nur 28 Gelben Karten die mit Abstand wenigsten Verwarnungen der Liga gezeigt. Zudem kamen die Eschersheimer gänzlich ohne Platzverweise aus. Platznachbar BSC SW 19 folgt auf Rang zwei dieser Wertung mit 41 Gelben Karten und nur einer Gelb-Roten Karte. Die „Rüpel der Liga“ spielen bei Aufsteiger SG Westend. Nicht nur, dass die Männer von der Sondershausenstraße mit 67 Verwarnungen die meisten Gelben Karten kassierten. Mit sage und schreibe neun Ampelkarten und zwei Rote Karten kamen auch noch elf Platzverweise hinzu. Nicht viel besser sieht es beim SC Weiss-Blau aus mit 61 Gelben Karten, sieben Ampelkarten und einer Roten Karte.
Autor: Pedro Acebes


