
Ab Samstag rollt der Ball auch in den höheren hessischen Fußballligen nach der fast dreimonatigen Winterpause wieder, während im Kreis Frankfurt bereits der dritte Spieltag im neuen Jahr angepfiffen wird. Main-Treffer gibt an dieser Stelle einen Überblick über die aktuelle Auf- und Abstiegssituation von der Hessenliga bis hin zur Kreisliga.
Bei maximal fünf Absteigern in der Hessenliga sieht es für die am Tabellenende stehenden Fußballer der Spvgg. 05 Oberrad nicht gerade rosig aus. Dennoch ist der wiederholte Verbleib im hessischen Oberhaus nicht unmöglich. Denn sollte der SV Wiesbaden bis zum 15. Mai dieses Jahr seinen angekündigten freiwilligen Abstieg in die Gruppenliga Wiesbaden vollziehen, stünde mit den Landeshauptstädtern, unabhängig von der Platzierung, der erste Absteiger fest. Sollte zugleich der Regionalligist TSV Steinbach die Klasse halten, müsste die 05-Elf von Trainer Mustafa Fil lediglich zwei Teams hinter sich lassen. Besser sieht es für das zweite Frankfurter-Team in der Hessenliga SG Rot-Weiss Frankfurt aus. Der Aufsteiger legte eine beeindruckende Hinserie hin und wurde erst am letzten Spieltag vor der Winterpause vom SC Teutonia Watzenborn-Steinberg von der Spitze verdrängt. Bei einem Punkt Unterschied bleibt die Meisterschaft nach wie vor spannend. Während der Meister den direkten Weg in die Regionalliga Südwest nimmt, muss sich der Vizemeister der Hessenliga mit den Tabellenzweiten der Oberligen Baden-Württemberg und Rheinlandpfalz/Saar um einen weiteren Platz für die Regionalliga messen.
Wie in allen Ligen hängt auch in der Verbandsliga Süd die Anzahl der Absteiger davon ab, wie viele Teams von oben in die Liga herunter kommen. Aktuell stehen in der Hessenliga mit dem FC Bayern Alzenau (Rang 14) und der Spvgg. 05 Oberrad zwei Teams auf einem Abstiegsplatz, die im Falle eines Abstiegs in der Verbandsliga Süd auflaufen würden. Wäre jetzt Saisonende, müssten aktuell fünf Vereine die Verbandsliga Richtung Gruppenliga verlassen. Mit dem 1. FCA Darmstadt steht der erste Absteiger fest. Bei dem dichten Feld am unteren Ende der Tabelle bleibt der Abstiegskampf sehr spannend. Derzeit trennen den elftplatzierten KV Mühlheim und den vorletzten FC Alsbach nur drei Punkte. Ebenfalls knapp ist die Situation an der Tabellenspitze der Verbandsliga. Gleich drei Teams stehen punktgleich auf den ersten drei Rängen gefolgt von Neu-Isenburg, die zwei Punkte dahinter auf der Lauer liegt. Während der Meister in die Hessenliga aufsteigt, muss der Vizemeister den Weg über die Aufstiegsspiele nehmen. Die Gegner bei den Aufstiegsspielen sind die Vizemeister der drei Verbandsligen Nord, Mitte und Süd.
Da derzeit kein Verein der Verbandsliga Süd auf einem Abstiegsplatz steht, der im Falle eines Abstiegs in die Gruppenliga Ffm-West kommen würde, reduziert sich die Zahl der Absteiger aus der Gruppenliga West von maximal fünf auf drei. Während der Meister in die Verbandsliga Süd aufsteigt, spielt der Vizemeister gegen die Zweitplatzierten der Gruppenligen Frankfurt-Ost und Darmstadt um einen weiteren Startplatz in der Verbandsliga Süd.
Ähnlich ergeht es den Vereinen der Kreisoberliga Frankfurt. In der Gruppenliga Ffm-West hat nur die TSG Nieder-Erlenbach Abstiegssorgen. Sollten die Nordfrankfurter den Klassenerhalt schaffen, hieße dies für die Kreisoberliga, dass zwei Clubs direkt absteigen und der drittletzte in die Relegationsspiele müsste. Während sich Spitzenreiter SV BKC Bosnien an der Tabellenspitze etwas absetzen konnte, bleibt der Kampf um Platz zwei sehr spannend. Derzeit haben der zweitplatzierte SV Griesheim Tarik und der zehntplatzierte VfR Bockenheim nur einen Punkteunterschied von sechs Zählern. Der Vizemeister spielt gegen die Vizemeister der Kreisoberligen Friedberg und Hochtaunuskreis um einen weiteren Platz in der Gruppenliga Ffm-West, während der Drittletzte gegen die Vizemeister der Frankfurter Kreisligen A in der Relegation um einen Platz in der Kreisoberliga Frankfurt kämpfen muss.
Sollte es bei zwei direkten Absteigern aus der Kreisoberliga Frankfurt bleiben, würden in beiden Kreisligen A die Tabellenletzten in die B-Klasse absteigen und die Vorletzten müssten gegen die Vizemeister der beiden Kreisligen B in der Relegation antreten. Von den vier Teilnehmern würden drei Teams den Sprung bzw. den Klassenverbleib in der Kreisliga A packen.
Quelle: “main-treffer“ (eg)


