Erstmals seit 1983 in der damaligen Bezirksliga trafen beide benachbarten Vereine wieder in einem Punktspiel aufeinander. Seit 32 Jahren hatten sich die Wege der beiden Klubs mit unterschiedlichen Klassenzugehörigkeiten beharrlich getrennt.
Bei der Neuauflage des alten Klassikers landeten die Preußen auf dem heimischen Kunstrasenplatz an der Hügelstraße einen Kantersieg und rückten auf den vierten Tabellenrang vor. Die Gäste von der Eschersheimer Landstraße erlitten die vierte Saisonniederlage und finden sich auf Rang 14 wieder.
Im ersten Abschnitt deutete noch nichts auf einen klaren Heimsieg der Elf von Preußen-Trainer Nawid Saighani hin. Nach einem Abspielfehler in der Hintermannschaft der Hausherren schaltete Concordias Neuzugang Artis Kilic am schnellsten und brachte die Eschersheimer mit 1:0 in Führung. Sporer traf für die Platzherren dann den Innenpfosten. Mit dem Halbzeitpfiff gelang den Hausherren mit einer Einzelaktion in Gestalt von Ibrahim Abbouz der 1:1-Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel spielten die Gastgeber einen Konter über Abbouz und den Japaner Yuto Kamba gut aus und Mario Sporer markierte die 2:1-Führung für die Preußen. Die entscheidende Phase in dem bis dahin offenen Spiel spielte sich in der Folge ab. Schiedsrichter Zengin Karpuz verweigerte der Concordia gleich in zwei Situationen den fälligen Foulelfmeter, nachdem jeweils Louis Haarhaus im Strafraum umgerissen worden war. Zudem soll ein weiterer Treffer der Gastgeber aus klarer Abseitsposition erzielt worden sein, wie die Verantwortlichen der Concordia monierten. Zudem habe der Referee auch eine Tätlichkeit des Preußen Abbouz nicht geahndet. Auch das 3:1 war umstritten, denn ein Spieler der Gäste lag verletzt am Boden, als Kamba bereits in den Strafraum eingedrungen war. Statt wie üblich den Ball in das Seitenaus zu schieben, legte der Japaner quer und der Preuße Sporer bedankte sich mit dem 3:1. Dem für Sporer eingewechselten Oskar Copik gelang dann noch in der Endphase ein lupenreiner Hattrick, mit dem er das Resultat auf ein viel zu hoch ausgefallenes 6:1 erhöhte.
“Der Sieg ist zu hoch ausgefallen, teilweise war das eine enge Kiste, die auch anders hätte ausgehen können. Concordia hat kein schlechtes Spiel gemacht. Letzlich hätte es auch 8:4 ausgehen können, Mahlau räumte weiter ein, dass es zwei Elfmeter für die Gäste hätte geben müssen, als die Partie noch offen war.“, konstatierte Thomas Mahlau, der Fußballabteilungsleiter der Preußen. Concordias Trainer Roland Stipp berichtete: “Das Ergebnis ist für uns bitter. Der Schiedsrichter hat das Spiel mit seinen Fehlentscheidungen entschieden. Mir haben heute sieben Spieler aus dem Kader gefehlt, dennoch war die erste Halbzeit ganz gut. Nach dem 3:1 haben wir uns hängenlassen, worüber noch zu sprechen sein wird“.
Tore: 0:1 Artis Kilic (21.), 1:1 Ibrahim Abbouz (45.), 2:1 und 3:1 Mario Sporer (49./69.), 4:1, 5:1 und 6:1 Oskar Copik (73./88./90.)
Quelle: „main-treffer“
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