Für Verwirrung sorgte Schiedsrichter Martin Reitz aus Biebergemünd auf der Sportanlage an der Hügelstraße. Nach seiner Ankunft verharrte er vor dem Vereinshaus der Gastgeber und fühlte sich nicht wahrgenommen. Jedenfalls monierte er nach einer längeren Wartezeit, nicht gebührend empfangen worden zu sein und verschob den Anpfiff der Partie um eine Viertelstunde nach hinten auf 15.15 Uhr.
Durch den hauchdünnen Heimsieg verbesserten sich die Gastgeber mit dem sechsten Saisonsieg auf Rang vier, während sich die Heddernheimer zwar in der Abwehrarbeit stark verbessert zeigten, aber diesmal im Angriffsspiel wirkungslos blieben. Somit bleiben die Gäste mit nur fünf Punkten auf Abstiegsplatz 16 hängen.
Der Referee verschaffte sich gleich in der Anfangsphase Respekt bei den Akteuren und verteilte in den ersten acht Spielminuten sage und schreibe vier Gelbe Karten. Im Duell der beiden benachbarten alteingesessenen Traditionsvereine mit einer jeweiligen 108-jährigen Vereinsgeschichte sahen die 110 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz eine ausgeglichene Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten und nur wenige Torchancen produzierten
Zu Beginn vergab der Heddernheimer Neuzugang David Lenk eine Kopfballchance, während auf der Gegenseite Karim Julian Zine mit einem fulminanten Schuss an SVH-Torhüter Marcin Czukiewicz scheiterte. Nach einem Konter lief Oskar Copik auf das Tor der Gäste zu, aber erneut war der Heddernheimer Keeper auf seinem Posten. Im Gegenzug vergab Marc Becker eine Konterchance auf Zuspiel von Oliver Solarz. So ging es leistungsgerecht torlos in die Halbzeitpause. Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild. Die Mannschaft von Preußen-Trainer Nawid Saighani machte zwar weiter Druck, der finale Pass kam aber gegen die sichere Innenverteidigung der Heddernheimer mit Kapitän Philipp Siegel und Florian Köhler nicht an.
Eine Viertelstunde vor dem Ende fand dann doch Ibrahim Abbouz die Lücke im Heddernheimer Defensivverbund und erzielte den goldenen Treffer des Tages. An der Grundlinie eroberte der Stürmer sich den Ball nach einer Ecke und traf aus spitzem Winkel mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0-Siegtreffer der Gastgeber. Die Gäste hätten noch ausgleichen können, als der scharf geschossene Freistoß von Kapitän Siegel von Preußens Torhüter Radoslav Rusev pariert wurde und der Keeper auch den Nachschuss von Manuel Romero hielt. Auf der Gegenseite verpasste der eingewechselte Mario Sporer nach einer Hereingabe des starken Japaners Yuto Kamba die Vorentscheidung. Schiedsrichter Reitz ließ am Ende aufgrund von zahlreichen Auswechslungen der Hausherren noch fünf Minuten nachspielen, was den Gästen nichts mehr einbrachte. Am Ende stand ein knapper Sieg von Viktoria Preußen gegen gut mithaltende Heddernheimer Gäste zu Buche.
Fazit:
“Es war ein typisches 0:0-Spiel. Ich hätte nicht gedacht, dass wir die Lücke noch finden. Der Gegner stand gut und war brandgefährlich. Es waren schwierige drei Punkte und unter dem Strich ein glücklicher Sieg“, lautete das Fazit von Thomas Mahlau, dem Abteilungsleiter der Preußen. Heddernheims Trainer Harry Lenk befand: “Mit einem 0:0 wären wir zufrieden gewesen. Wir waren gleichwertig mit den Preußen, die nicht besser waren. Wir waren auf dem gleichen Level. Die Gastgeber hatten viel Ballbesitz und wir zeigten viel Laufbereitschaft und viel Kampfgeist“.
Tor: 1:0 Ibrahim Abbouz (75.)
Quelle: „main-treffer“
Weitere Ergebnisse aus dem Seniorenbereich:
SVP II verdrängt Seckbach II von Platz 1
Seckbach verschlief die erste Hälfte und lag durch Neumeister zurück (23.). Zwar trafen Burkhardt (55.) und Becker (83., Handelfmeter) in Hälfte zwei, die „Preußen“ entschieden das Spiel durch Koksa (52.), Tran (75.) und Özen (89. Foulelfmeter) aber für sich.
A-Junioren weiterhin auf Erfolgskurs





