Das Volk hat gesprochen, also ist die Sache entschieden: Beim Bürgerentscheid am vergangenen Sonntag haben die Rennsportfreude die nötige Zahl von Ja-Stimmen zum Erhalt der Rennbahn in Niederrad deutlich verfehlt.
Bereits das Stadtparlament hat die Ansiedlung der DFB-Akademie mit Drei-Viertel-Mehrheit beschlossen. Zur Erinnerung: Alle Stadtverordneten wurden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Abstimmung gewählt.
All diese überzeugenden Voten scheren den Rennklub nicht. Er leitet aus den 62 900 Stimmen für sein Anliegen beim Bürgerentscheid einen Auftrag ab, das Projekt der DFB-Akademie mit allen Mitteln zu torpedieren. Die Androhung von juristischen Schritten wirkt ein bisschen wie das Frustfoul eines Fußballers gegen Ende eines verlorenen Spiels. Der Rennklub-Vorstand hat aus den Augen verloren, dass der Erhalt der Rennbahn das Sparteninteresse eines Bruchteils der Bürger ist.
Können die Spezialdemokraten erklären, warum sie einen Bürgerentscheid unterstützt haben, der den Steuerzahler eine Million Euro gekostet hat, wenn den Betroffenen das Ergebnis ohnehin egal ist ?
Nun will der Rennklub mit einer eigenen Liste bei der Kommunalwahl am 6. März antreten. Das könnte eine gute Übung sein. Vielleicht lernen die Sportsfreunde dabei doch noch demokratische Spielregeln und Fair Play. Nach dem verlorenen Bürgerentscheid kann man dem Rennklub nur die alte Indianerweisheit ans Herz legen: Wenn Du ein totes Pferd reitest, steig ab!
Quelle FNP: von Thomas Remlein


