Heute wird der Rennklub bekanntgeben, wie er mit der Niederlage beim Bürgerentscheid am Sonntag umgeht. Bei der Abstimmung hatten die Bürger zugunsten der Ansiedlung des DFB auf dem Gelände der Pferderennbahn in Niederrad votiert.
Gestern Abend traf sich der Vorstand des Rennklubs zu einer Sitzung. Dem Vernehmen nach war diskutiert worden, ob er der Rennklub gegen die Kündigung von Verträgen durch die Stadt Frankfurt Rechtsmittel einlegt. Rennklub-Schatzmeister Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels hatte vor der Sitzung angekündigt, dass sich die Auseinandersetzung noch lange hinziehen werde.
Die Stadt muss das Rennbahn-Areal vertraglich bis 1. Januar 2016 übergeben. Gelingt das nicht, ist die Stadt dem DFB zu Schadenersatz bis zu einer Höhe von 900 000 Euro verpflichtet.
In der Stadtverwaltung sind nach dem positiven Entscheid für die DFB-Akademie die Planungen auf vollen Touren angelaufen. Dazu gehört auch die Suche nach Ausgleichsmaßnahmen für die Bebauung der Rennbahn durch den DFB. Das Gelände liegt im Frankfurter Grüngürtel. Um Grundstücke aus dem Grüngürtel herausnehmen zu können, bedarf es eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung.
Wie groß die Fläche ist, die aus dem Grüngürtel ausscheidet, steht laut Mark Gellert, Sprecher des Planungsdezernenten Olaf Cunitz (Grüne), noch nicht fest. Das hänge auch davon ab, ob der DFB noch eine Sporthalle baut oder nicht. Das Architekturbüro Kadawittfeld arbeite noch an dem Entwurf. Unabhängig davon werde die versiegelte Fläche „nicht dramatisch zunehmen“. Für den Pferdesport waren laut Gellert 1,2 Hektar versiegelt, durch den DFB werden es rund 2,0 Hektar sein. Mögliche Ausgleichsflächen müssen rechtlich nicht im Stadtgebiet liegen. Naturschützer halten den Pferdesport nicht für umweltfreundlich. Die Reiter hätten illegale Wege im Bannwald angelegt, hieß es.
Quelle FNP: (tre)


