Nach dem fünften Spieltag in der Kreisoberliga Frankfurt übernahm die SG Rot-Weiss Frankfurt II durch einen 1:0-Sieg im Derby beim Nachbarn 1.FC 02 Rödelheim die Tabellenspitze. In der sehr engen und ausgeglichenen Tabelle folgen fünf Teams mit 10 Punkten. Aufsteiger SV Griesheim Tarik stürmte durch den 5:2-Heimsieg gegen den bisherigen Spitzenreiter SV Viktoria Preußen auf Tabellenrang zwei.
Beide Vereine waren bereits am Donnerstagabend in der 1. Runde des Frankfurter Kreispokals aufeinandergetroffen. Die Preußen hatten den Ligakonkurrenten auf eigenem Platz mit 3:1 aus dem innerstädtischen Pokalwettbewerb befördert.
Nur drei Tage später konnte sich der Aufsteiger auf dem Kunstrasenplatz an der Griesheimer Lärchenstraße für das Pokalaus revanchieren und mit dem dritten Saisonsieg auf den zweiten Platz vorrücken. Die Gäste stürzten dagegen durch die zweite Saisonniederlage von der Tabellenspitze auf den siebten Rang ab. Dabei waren zunächst die Preußen durch den Japaner Yuto Kamba mit 1:0 in Führung gelegen. Hassan Taadou erhöhte nach 20 Minuten auf 2:0 für den bisherigen Spitzenreiter. Den Gastgeber gelang noch vor der Pause der Anschlusstreffer durch Ahmet Keser. Dadurch schöpften die Marokkaner neuen Mut und berappelten sich auf. Im zweiten Abschnitt kippte die Begegnung komplett zugunsten der Platzherren. Anas Chamlali gelang der 2:2-Ausgleich, bevor Ahmet Keser Tarik mit seinem zweiten Treffer auf die Siegerstraße brachte. Die Griesheimer konnten läuferisch und kämpferisch zulegen und zwangen die Gäste in die Knie. Nach dem 4:2 von Cem Bagdu war die Vorentscheidung gefallen. In der Nachspielzeit stellte Mohamed Darray den 5:2-Endstand sicher.
In der Halbzeitpause soll die Begegnung von Handgreiflichkeiten überschattet worden sein. Laut Preußen-Trainer Nawid Saighani soll der Coach auf dem Weg in die Kabinen von einem Spieler beleidigt und von Zuschauern und Ordnern umringt und der Zutritt zur Kabine verweigert worden sein. Tariks Sportlicher Leiter Hamza Azaoum räumte eine “kurze Auseinandersetzung ein, bei der unsere Ordner energisch dazwischen gehen mussten. Danach war wieder alles ruhig.“
„In der ersten Halbzeit ist es nicht wie erhofft gelaufen. Nach dem 0:2 haben wir uns aufgerappelt und Moral gezeigt. Die Preußen waren nicht so dominant wie am Donnerstag. Der Sieg ist verdient, weil wir läuferisch und kämpferisch zulegen konnten“, fasste Tariks Sportlicher Leiter Hamza Azaoum zusammen.
Preußen-Trainer Nawid Saighani resümierte: “Nach dem 2:0 hatten wir vier bis fünf Totalausfälle plus dem Schiedsrichter, der vor Angst die Hosen voll hatte. Tarik hat verdient, aber um zwei Tore zu hoch gewonnen. Es ist eine Schande für den Fußball, wenn ein Verein solche Dinge toleriert.“
Tore: 0:1 Yuto Kamba (12.), 0:2 Hassan Taadou (20.), 1:2 Ahmet Keser (34.), 2:2 Anas Chamlali (51.), 3:2 Ahmet Keser (67.), 4:2 Cem Bagdu (73.), 5:2 Mohamed Darray (90./+1)
Quelle: „main-treffer“
Die ambitionierten Gäste wurden nur im ersten Abschnitt ihrer Favoritenrolle gerecht. Kamba (8.) und Taddou per Foulelfmeter (20.) trafen für die Viktoria. “Individuelle Fehler führten zu den Gegentoren. Aber nach der Pause haben wir Moral gezeigt und waren auch konditionell das stärkere Team“, fasste Griesheims Sportlicher Leiter Hamza Azaoum das Geschehen zusammen. Keser (34., Foulelfmeter/50., Handelfmeter), Bagdu (72.), Anedam (80.) und Darray (88.) drehten mit ihren Toren die Partie.
Für Thomas Mahlau, den Sportlichen Leiter der Gäste, hatte Schiedsrichter Horst Schuierer (RSV Würges) seinen Anteil an der Wende des Spiels: “Tarik hat überhart gespielt und der Schiedsrichter hat nicht eingegriffen. Er hat sich von der lauten Kulisse beeindrucken lassen und in der zweiten Halbzeit einseitig gegen uns gepfiffen. Das hatte mit Fußball nichts mehr zu tun“, lautete sein Fazit.
Quelle FNP (omü)
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