{"id":5880,"date":"2016-02-16T10:00:13","date_gmt":"2016-02-16T08:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/?p=5880"},"modified":"2016-02-19T09:30:49","modified_gmt":"2016-02-19T07:30:49","slug":"beim-denken-in-bewegung-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/2016\/beim-denken-in-bewegung-bleiben\/","title":{"rendered":"Beim Denken in Bewegung bleiben"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5881\" src=\"https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/003-Ayman-Tahiri-Tay-Tay-468x247-300x158.jpg\" alt=\"003 Ayman Tahiri Tay Tay 468x247\" width=\"463\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/003-Ayman-Tahiri-Tay-Tay-468x247-300x158.jpg 300w, https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/003-Ayman-Tahiri-Tay-Tay-468x247.jpg 468w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>Beim Joggen, sagt Ayman Tahiri Tay Tay, bekommt er den Kopf frei \u2013 und beginnt, \u00fcber die Welt nachzudenken. Als Stadtteilbotschafter in Eckenheim will er nun auch anderen nahebringen, dass Sport und Philosophie wunderbar zusammenpassen<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Vor dem Joggen steht f\u00fcr Aiman Tahiri Tay Tay (18) das Dehnen auf dem Programm. Beim Sport kommt der Gymnasiast zur Ruhe, findet zu sich selbst. \u201cSonst bleibt wenig Zeit, \u00fcber Probleme des Alltags nachzudenken. Beim Laufen aber wird der Kopf frei. Automatisch geht einem durch den Kopf, wie man dieses oder jenes Problem angehen kann.\u201c Auch \u00fcber die Welt, ob man nicht hier und da etwas \u00e4ndern m\u00fcsste, denke Tahiri Tay Tay beim Laufen nach. \u201cThemen der Alltagsphilosophie sind das, keine abgehoben theoretisch-philosophischen Gedanken.\u201c Als Stadtteilbotschafter der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Eckenheim verbindet er Sport und Philosophie \u2013 um gemeinsam mit anderen zu &#8222;Sportsophieren\u201c.<\/p>\n<p><strong>Sport plus Philosophie<\/strong><\/p>\n<p>Das Wort ist eine Kombination aus Sport und philosophieren. \u201cZun\u00e4chst organisiere ich eine Vortragsreihe zu philosophischen Themen.\u201c Nicht hochtheoretisch, sondern verst\u00e4ndliche Alltagsphilosophie. \u201cDen ersten Vortrag werde ich wohl selbst halten, um meine Idee zu erl\u00e4utern und zu erkl\u00e4ren, was ich mich Sportosophie meine. \u201cDie Vortr\u00e4ge finden im Winter statt.\u201c Daf\u00fcr b\u00f6ten sich vor allem ethische Themen an. \u201cDie Philosophie gibt ja auch Anweisungen, wie man verantwortungsvoll handelt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Am Sonntag den 12 Juni 2016 soll zum Abschluss ein Stadtteillauf, u.a. mit Unterst\u00fctzung des SV Viktoria Preu\u00dfen 07 e.V. Ffm. sowie Ortsvorsteher Robert Lange Ortsbeirat 10 , unter dem Motto \u201cSportsophieren&#8220; durchgef\u00fchrt werden.<\/strong>. Dann geht es in Gruppen von Eckenheim hinaus ins Gr\u00fcne. \u201cEs wird verscheidene Themen\/Fragen geben, \u00fcber die die Teilnehmer w\u00e4hrend des Laufens nachdenken. Zum Schluss sprechen wir dar\u00fcber, was wem durch den Kopf gegangen ist.\u201c Durch den Austausch bekomme jeder Teilnehmer noch einmal einen anderen Blick und zus\u00e4tzliche Inspirationen.<\/p>\n<p>Geboren ist Tahiri Tay Tay in Melilla, einer spanischen Exklave im Osten Marokkos. \u201c\u00dcber Spanien kam meine Familie nach Frankfurt.\u201c Zur Grundschule ging er in Nied, heute besucht er die zw\u00f6lfte Klasse des Max-Beckmann-Oberstufengymnasiums in Bockenheim. Seit zehn Jahren lebt die Familie in Eckenheim.<\/p>\n<p>Seit vier Jahren treibt Ayman Tahiri Tay Tay intensiv Sport, vor allem Thai Boxen und Jiu Jitsu, oder geht ins Fitnessstudio. \u201eIch trainiere Selbstverteidigung, halte mich fit.\u201c Beim Sport k\u00f6nne man auch lernen, den Alltag besser zu bew\u00e4ltigen. \u201eWenn man eine sportliche Herausforderung meistert, entwickelt man einen starken Willen. Das hilft im t\u00e4glichen Leben.\u201c \u00dcbertreiben d\u00fcrfe man seinen Sport aber nicht.<\/p>\n<p>Mit zw\u00f6lf Jahren habe er begonnen, sich selbst zu fragen, was richtig und falsch ist, wie die Lage der Welt ist \u2013 und was man daran \u00e4ndern m\u00fcsste, erz\u00e4hlt Ayman Tahiri Tay Tay. \u201eIch bin ein eher skeptischer Mensch und denke lange \u00fcber etwas nach, bevor ich mir eine Meinung bilde.\u201c Viele Leute seien zu vorschnell mit ihren Ansichten, lie\u00dfen sich leicht beeinflussen. \u201dDabei sollte man nicht voreilig handeln.\u201c<\/p>\n<p><strong>Tolle Art zu argumentieren<\/strong><\/p>\n<p>In der Schule habe er die klassische Philosophie kennengelernt, Platon etwa oder Aristoteles. \u201cInteressant finde ich etwa, wie Sokrates seine Argumentationen aufbaut.\u201c Zurzeit liest er Texte des deutschen Philosophen aus dem 18. Jahrhundert, Immanuel Kant. \u201cZwischen den verschiedenen Denkern gibt es gro\u00dfe Unterschiede.\u201c Nicht alles, was er lese, mache er sich zu eigen. An Traditionen kritiklos festzuhalten, h\u00e4lt er f\u00fcr falsch. \u201cDie Welt ver\u00e4ndert sich ja. Wie kann man etwas, das seit 1000 Jahren als richtig gilt, da nicht hinterfragen?\u201c Oft sei die Philosophie zu abgehoben, zu akademisch. \u201cSie sollte sich mit zeitgen\u00f6ssischen Themen oder Fragen der Zukunft besch\u00e4ftigen, etwa wie wir unsere Wirtschaft und Belange des Umweltschutzes miteinander vereinbaren.\u201c<\/p>\n<p>Quelle FNP (hau)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Joggen, sagt Ayman Tahiri Tay Tay, bekommt er den Kopf frei \u2013 und beginnt, \u00fcber die Welt nachzudenken. 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