{"id":3228,"date":"2015-06-23T11:33:42","date_gmt":"2015-06-23T09:33:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/?p=3228"},"modified":"2025-08-11T20:33:36","modified_gmt":"2025-08-11T18:33:36","slug":"rennbahn-abwicklung-keine-angst-vor-rechtsstreit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/2015\/rennbahn-abwicklung-keine-angst-vor-rechtsstreit\/","title":{"rendered":"Rennbahn-Abwicklung: Keine Angst vor Rechtsstreit"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-3229\" src=\"https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/002-DFB-Akademie-23.06.15-468x245-468x245.jpg\" alt=\"002 DFB Akademie 23.06.15 468x245\" width=\"468\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/002-DFB-Akademie-23.06.15-468x245.jpg 468w, https:\/\/www.viktoria-preussen.de\/wirsehenuns\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/002-DFB-Akademie-23.06.15-468x245-300x157.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><br \/>\nNach dem deutlichen Ausgang des B\u00fcrgerentscheids zugunsten der DFB-Akademie auf dem Gel\u00e4nde der Galopprennbahn in Niederrad will der Rennklub bei einer Vorstandssitzung \u00fcber das weitere Vorgehen beraten. Der Magistrat der Stadt will die Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit den Rennsportfreunden \u201ein guter Weise\u201c beenden.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDrohen nach der Niederlage der B\u00fcrgerinitiative \u201ePro Rennbahn\u201c nun langwierige juristische Auseinandersetzungen mit dem Rennklub? Nein, diese Bef\u00fcrchtung hegen B\u00fcrgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Gr\u00fcne) sowie Sportdezernent Markus Frank (CDU) nicht. Sie wollen bestehende Vertragsbeziehungen im Einvernehmen mit den Partnern l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Heute Abend trifft sich der Vorstand des Rennklubs, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Spielraum f\u00fcr neue Verhandlungen sehen Cunitz und Frank nicht. Dem von Rennklub-Pr\u00e4sident Manfred Louven am Wahlabend ge\u00e4u\u00dferten Ansinnen, einen Runden Tisch einzurichten, um doch noch zu einem Kompromiss zu kommen, erteilten f\u00fchrende Stadtpolitiker unisono eine Absage. Eine Ko-Existenz von DFB und Rennbahn sei auf dem Gel\u00e4nde nicht m\u00f6glich. \u201eWas Herr Louven will, ist physikalisch nicht m\u00f6glich und au\u00dferdem entschieden\u201c, sagte Sportdezernent Frank.<\/p>\n<h3>Ideen f\u00fcr B\u00fcrgerpark gesucht<\/h3>\n<p>Auch die Drohung des fr\u00fcheren Mitbesitzers der Anlage, Manfred Hellwig, die \u00dcbertragung seines 49-prozentigen Anteils an die Stadt wieder r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen, beeindruckte Cunitz und Frank nicht: Als Mehrheitseigner bleibe die Stadt Herrin des Verfahrens. Bei einer R\u00fcckabwicklung w\u00fcrde Hellwig \u201eein gutes St\u00fcck Geld \u00e4rmer\u201c.<\/p>\n<p>Der Betreiber einer Neun-Loch-Golfanlage auf dem Rennbahn-Areal fordert Schadensersatz; die Rede ist von 1,5 Millionen Euro. Auch hier zeigte sich B\u00fcrgermeister Cunitz zuversichtlich, dass es zu einer Einigung kommt. Denn: \u201eBei einer rechtlichen Auseinandersetzung steht er unter Umst\u00e4nden mit leeren H\u00e4nden da.\u201c<\/p>\n<p>Cunitz ist \u00fcberzeugt, dass bei den Beteiligten diese Einsicht wachsen werde, schlie\u00dflich handele es sich \u201eum keine komplizierten juristischen Fragestellungen. Die Freude, einmal die Stadt ge\u00e4rgert zu haben, ist gering.\u201c<\/p>\n<p>Nun soll es schnell gehen. Bereits zum 1. Januar 2016 soll bereits ein Teil des 15 Hektar gro\u00dfen Areals plus einer Erweiterungsfl\u00e4che von f\u00fcnf Hektar ohne einschr\u00e4nkende Rechte Dritter von der Stadt Frankfurt an den DFB \u00fcbergeben werden. Im Sp\u00e4therbst soll der Bebauungsplan offengelegt werden. Der DFB will 2016 mit dem Bau des 89 Millionen Euro teuren Projekt beginnen, 2018 soll es fertig sein. Daneben soll auch ein 9,4 Hektar gro\u00dfer B\u00fcrgerpark mit Freizeit- und Erholungsangeboten entstehen. Daf\u00fcr gebe es noch kein Konzept, so Cunitz. Im Herbst sei ein Ideen-Workshop geplant. Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) lud auch die Initiative \u201ePro Rennbahn\u201c ein, sich zu beteiligen. Dies hatte die Sprecherin Rebekka Unrath angek\u00fcndigt und gestern noch einmal bekr\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist die Stadt zufrieden mit dem ersten B\u00fcrgerentscheid, allerdings m\u00fcsse es k\u00fcnftig Spielregeln f\u00fcr Kampagnen geben, sagte Frank. Die Stadt hatte sich unter anderem an der fl\u00e4chendeckenden Plakatierung der Rennbahn-Bef\u00fcrworter gesto\u00dfen. Anders als Parteien im Wahlkampf habe die Initiative ihre Geldquellen nicht offenlegen m\u00fcssen. Wie Cunitz und Frank erkl\u00e4rten, stammten s\u00e4mtliche hohen Geldbetr\u00e4ge f\u00fcr die Rennbahn-Kampagne nicht von Frankfurter Geldgebern. \u201eIch habe mich manchmal gewundert, dass sich die Partei der Rennsportfreunde von der Faktenlage entfernt hat\u201c, sagte Frank. Es sei aber richtig gewesen, dass die Stadt keinen eigenen Wahlkampf gemacht habe. \u201eSonst h\u00e4tte der B\u00fcrger gesagt: Jetzt wird daf\u00fcr auch noch Geld ausgegeben\u201c, erkl\u00e4rte der Sportdezernent.<\/p>\n<h3>Schlechte Verliererin<\/h3>\n<p>Als schlechte Verliererin zeigte sich gestern die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Stefanie Then. Sie erkl\u00e4rte, dass die DFB-Akademie im S\u00fcden nicht willkommen sei. Das Ergebnis des B\u00fcrgerentscheids habe mitnichten gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das Lieblingsprojekt der Frankfurter Spitzenpolitiker gegeben. Doch selbst in Niederrad lag die Wahlbeteiligung beim B\u00fcrgerentscheid nur bei 32 Prozent (stadtweit 20,9 Prozent). Die SPD im R\u00f6mer bef\u00fcrwortet im Gegensatz zur SPD Niederrad die DFB-Akademie.<\/p>\n<p>Beim B\u00fcrgerentscheid w\u00e4ren f\u00fcr einen Erhalt der Rennbahn 124 389 Stimmen (25 Prozent) n\u00f6tig gewesen \u2013 erreicht wurde mit 62 900 Stimmen nur rund die H\u00e4lfte. Dagegen votierten 40 196 Personen.<\/p>\n<p>Quelle: FNP (Thomas Remlein)<\/p>\n<h2>Entscheid akzeptieren<\/h2>\n<p>Zugegeben, ein B\u00fcrgerentscheid ist eine hohe H\u00fcrde. Und so \u00fcberrascht es nicht, dass die Bef\u00fcrworter des Rennbahn-Erhalts in Frankfurt-Niederrad ihr Ziel deutlich verfehlt haben. Nur etwa die H\u00e4lfte der notwendigen Stimmen haben sie erhalten, der neuen Heimat des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes (DFB) steht nichts mehr im Wege. Oder doch?<\/p>\n<p><strong>Die (schlechten) Verlierer<\/strong> haben nun angek\u00fcndigt, eventuell juristisch gegen die Pl\u00e4ne der Stadt Frankfurt und des DFB vorgehen zu wollen. Das w\u00e4re ein sehr seltsames Demokratieverst\u00e4ndnis: Erst fordert und erreicht man einen B\u00fcrgerentscheid, dann wird das Prozedere von Manfred Louven, dem Pr\u00e4sidenten des Rennklubs Frankfurt, als undemokratisch bezeichnet. Wie geht das denn?<\/p>\n<p>Auch er muss einsehen, dass die Zeit f\u00fcr Pferderennen in Frankfurt abgelaufen ist. Sieben Renntage 2014, noch f\u00fcnf 2015, die Kurve zeigt klar nach unten und ist weit entfernt von den fetten Jahren mit rund 20 Tagen Pferdesport pro Saison. Die DFB-Akademie bietet dagegen neue Chancen f\u00fcr die Mainmetropole. Nat\u00fcrlich wird es selten bis \u00fcberhaupt nicht die \u201eNationalmannschaft zum Anfassen\u201c geben. Aber ein paar Blicke auf die Stars wird es geben. Und der Werbewert f\u00fcr Frankfurt ist auch nicht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Von dem ebenfalls geplanten B\u00fcrgerpark werden viel mehr Frankfurter profitieren k\u00f6nnen als bisher von der Rennbahn mit ihrem elit\u00e4ren Golfsport-Innenleben. Es mag schade sein, wenn eine Tradition keinen Platz mehr hat in Frankfurt. Deshalb war es gut, dass nicht Politiker im R\u00f6mer, sondern die B\u00fcrger entschieden haben, dass der DFB expandieren und ein modernes Zentrum erstellen kann, das viele f\u00fchrende Fu\u00dfball-Nationen l\u00e4ngst besitzen.<\/p>\n<p>Quelle FNP: ein Kommentar von Klaus Veit\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem deutlichen Ausgang des B\u00fcrgerentscheids zugunsten der DFB-Akademie auf dem Gel\u00e4nde der Galopprennbahn in Niederrad will der Rennklub bei einer Vorstandssitzung \u00fcber das weitere Vorgehen beraten. 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