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29.April 2019, 1. Mannschaft
Preußen mit der besseren Spielanlage und dem Zug zum Tor

Viktoria Preußen setzte sich im Traditionsduell mit einem 2:1 beim SV 07 Heddernheim durch und bleibt in der goldenen Mitte der Tabelle auf Rang neun.

Den Gästen gelang mit verändertem Personal die Revanche für die Anfang Oktober erlittene empfindliche 2:7-Schlappe. Ohne ihren Trainer Artur Rissling und den Sportlichen Leiter Thomas Mahlau wurde die umformierte Mannschaft der Preußen von Erkan Temur und Sven Friedrich angeleitet. “Ich habe das Spiel von unserer Seite sehr gut gesehen. Wir haben gut gestanden, das einzige Manko war, dass wir gegen Ende unsere Konterchancen nicht reingemacht haben“, erklärte Temur nach dem Spiel, der selbst früher für den SV 07 gegen den Ball trat. Bei Heddernheim machte sich erneut der Ausfall der kompletten ersten Sturmreihe deutlich bemerkbar. Philipp Emmerichs, Deniz Yatci und Oliver Solarz verfolgten die Partie von den Zuschauerrängen. Bei letzterem besteht Hoffnung auf eine Rückkehr ins Team in den letzten Saisonspielen, einen Einsatz gegen die Preußen erachtete SVH-Trainer Andreas Berggold aber als verfrüht. “Wir haben absolut verdient verloren. Preußen war uns läuferisch und von der Aggressivität her deutlich überlegen. Das haben wir heute nicht auf den Platz gebracht und die beiden Gegentore haben wir hergeschenkt, die leicht zu verteidigen waren. Wenn bei uns der komplette Sturm fehlt, fehlt uns die Effektivität und wir machen die Dinger vorne nicht rein“, bemängelte Berggold.

So versiebten die diesmal ganz in grün spielenden Platzherren in der Anfangsphase Torchancen durch Christos Papadopoulos und Kian Bonanno. Die Gäste überzeugten mit einer geradlinigen Spielweise mit dem schnellen Oskar Copik sowie dem technisch versierten Giuliano Amante. Der Gästeführung ging ein grober Ballverlust der Hausherren nach einem Einwurf voraus. Der aus Oberstedten gekommene Stürmer Daniel Wolf nahm den Ball an der Mittellinie auf und stürmte mit der Kugel am Fuß bis in den Heddernheimer Strafraum durch und vollendete sein Solo mit dem 1:0 für die Gäste (18.). Nun drückten die Gastgeber auf den Ausgleich, doch Dawit Demeke (Schuss über das Tor) und Papadopoulos (zu überhastet abgeschlossen) verpassten den Ausgleich. Auch die Freistoßkünste von Kapitän Philipp Siegel brachten keinen Erfolg.

Kurz vor der Pause drosch er einen Freistoß fast auf die Maybachbrücke. Mit einer Systemumstellung auf 4-4-2 nach der Hereinnahme von Manuel Romero bekam der SVH etwas mehr Zugriff auf die Partie, doch erneut Papadopoulos nach Wiederbeginn war nicht in der Lage, den Ball im Tor unterzubringen. Nachdem Siegel vorne eine Kopfballchance vergab, ermöglichte er Ilias Lemkadem mit einem Schnitzer die Riesenchance. SVH-Keeper Marcin Czukiewicz war schon überwunden, aber Florian Köhler bereinigte die Situation. Dann trat Tarik Lamjahdi einen Eckball herein, SVH-Akteur Leon Laubenbacher verstand eine Anweisung seines Torhüters falsch und der Ball trudelte dort wo er zuvor stand direkt ins Tornetz – 0:2 (58.). Heddernheim versuchte es weiter mit dem Mute der Verzweiflung, aber die Durchschlagskraft im Angriff ist ohne die drei etatmäßigen Stürmer mangelhaft, während die Preußen ihre zahlreichen Konter nicht nutzten. Erst in der 90. Minute gelang dem Griechen Papadopoulos per Kopfball das 1:2 und in den folgenden fünf Minuten der Nachspielzeit war sogar noch der Ausgleich drin. Siegels abgefälschter Freistoß ging ganz knapp am Kasten vorbei.

Damit dürften die letzten Träume von der Teilnahme an der Aufstiegsrunde in Heddernheim ausgeträumt sein. “Durch das 1:2 wurde es noch einmal gefährlich, aber im großen und ganzen war das eine gute Mannschaftsleistung und wir haben verdient gewonnen“, betonte Temur. “Wir haben in den 90 Minuten nicht richtig ins Spiel gefunden und nicht die richtige Einstellung gefunden, wenn man die Chance hat noch Zweiter zu werden“, bedauerte Berggold. Temur berichtete auch über den Stand des Neuaufbaus beim Klub von der Hügelstraße: „Im Winter sind ja acht bis zehn Spieler gegangen. Das musst Du erst mal kompensieren und man sieht, dass die Mannschaft immer besser wird, obwohl immer wieder Spieler fehlen. Artur hat das schon gut im Griff und die Mannschaft zieht mit. Unser Ziel, mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben, ist erreicht. In der neuen Saison wollen wir noch mal richtig angreifen.“ Das wird wohl auch für die Heddernheimer gelten. Berggold gestand ein: “Wir müssen nun schauen, dass wir die restlichen Spiele ordentlich zu Ende spielen. Für uns geht es um nichts mehr, so ehrlich muss man sein. Und wenn man so spielt wie heute, dann hat man da oben auch nichts zu suchen“, so der enttäuschte Berggold.

Tore: 0:1 Daniel Wolf (18.), 0:2 Khalid Lamjahed (58.), 1:2 Christos Papadopoulos (90.)

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von: Pedro Acebes

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